Unsere Schwerpunkte

Anästhesie / Intensivmedizin

Anästhesie

Schmerzhafte Untersuchungen und Behandlungen werden regelmäßig in Narkose (Allgemeinanästhesie), örtlicher Betäubung (Regionalanästhesie) oder in einer Kombination aus beiden Verfahren durchgeführt. Die Durchführung und Überwachung der Narkose ist Aufgabe des Anästhesisten. Unterstützt wird er dabei durch speziell geschultes Pflegepersonal, das zusammen mit dem Narkosearzt ständig beim Patienten anwesend ist. Ärzte und Pflegepersonal im OP bilden das „Team Anästhesie“. Sie sorgen für die Sicherheit des Patienten während Narkose und Operation.

Mit modernsten Geräten werden die Patienten während der Narkose überwacht, u.a. auch die Hirnstrommessung zur Beurteilung der Narkosetiefe. Einen besonderen Stellenwert nimmt die ultraschallgestützte Regionalanästhesie ein, bei der Körperregionen durch Betäuben von Nerven „unter Sicht" anästhesiert werden, um Patientensicherheit und -komfort zu erhöhen.

Intensivmedizin

Die Abteilung für Anästhesie versorgt alle operativen Patienten der interdisziplinären Intensivstation, sowie konsiliarisch die beatmeten Patienten der Abteilung für Innere Medizin. Zur Behandlung der schwerstkranken Patienten stehen modernste Medizintechnik und Behandlungsverfahren, wie etwa differenzierte Beatmungsverfahren, Dilatationstracheotomie, kontinuierliche Nierenersatzverfahren, sowie intraaortale Gegenpulsation zur Verfügung. Ebenso wichtig wie die apparativen Möglichkeiten ist eine kompetente und liebevolle Versorgung der Patienten auf unserer Intensivstation, die unser Pflegeteam rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr gewährleistet.

Besuchszeiten der Intensivstation sind in der Regel täglich von 15:00 bis 19:00 Uhr. Die Intensivstation ist telefonisch unter der Nummer 09861 707-421 zu erreichen.


Schmerztherapie

Postoperative Schmerztherapie beginnt bereits während der Operation durch die Gabe hochwirksamer Medikamente für Schmerzfreiheit. Schmerzfreiheit nach einem operativen Eingriff begünstigt eine schnelle Heilung und eine baldige Entlassung aus der Klinik.
Nach der Operation erhalten die Patienten Schmerzmittel als Infusionen über die Vene oder  spezielle „Schmerzkatheter", die die Gabe örtlicher Betäubungsmittel („Lokalanästhetika") ermöglichen. Schmerzkatheter finden regelmäßig bei Schulter-, Knie- und bauchchirurgischen Eingriffen Verwendung. Sie sorgen nicht nur für Schmerzfreiheit in den ersten Tagen nach der Operation, sondern ermöglichen auch eine bessere Wundheilung. Mittels spezieller Infusionspumpen können sich die Patienten die Stärke des Schmerzmittels selbst anpassen. Somit ist es z.B. möglich, für krankengymnastische Übungen die Dosierung der Schmerzmittel kurzfristig zu ändern.
Für den Zeitraum der postoperativen Schmerztherapie werden Sie von unserem Akutschmerzdienst betreut und regelmäßig besucht. Der Akutschmerzdienst arbeitet eng mit dem Pflegepersonal auf den Stationen und der krankengymnastischen Abteilung zusammen, um die Schmerzmedikamente den individuellen Bedürfnissen anzupassen.


Geburtshilfe

Die moderne Anästhesie bietet Verfahren, die eine weitgehende Schmerzarmut während der Entbindung ermöglichen, ohne bei fachgerechter Anwendung nachteilige Auswirkungen auf das Neugeborene zu haben. Dazu wird ein Kunststoffkatheter in einen bestimmten Bereich der Lendenwirbelsäule platziert, über den Sie kontinuierlich mit einem Schmerzmittel versorgt werden. Über eine spezielle Spritzenpumpe ist es der Patientin unter der Geburt möglich, die Stärke des Schmerzmittels selbst zu bestimmen („patientenkontrollierte Epiduralanästhesie" – PCEA).Durch die Kombination verschiedener Medikamente wird weitgehende Mobilität während des Geburtsvorgangs („walking epidural") ermöglicht, Erleben und Mitarbeiten während der Geburt ist daher fast ohne Einschränkungen möglich. Die verabreichten Medikamente sind in den verwendeten Dosierungen für das Kind unschädlich. Sollte im Verlauf der Geburt eine Kaiserschnitt-Entbindung notwendig sein, kann über den liegenden Epiduralkatheter eine ausreichende Menge Schmerzmittel appliziert werden, damit der Eingriff ohne Schmerzen oder die Notwendigkeit einer Vollnarkose durchgeführt werden kann.


Prämedikation

Das Vorbereitungsgespräch („Prämedikationsgespräch") dient der Ermittlung des individuellen Narkoserisikos eines Patienten vor einem Eingriff und der Festlegung des geeigneten Narkoseverfahrens. Neben dieser Risikoeinschätzung ist auch eine Aufklärung über den Ablauf der Narkose Inhalt dieses Gesprächs und sämtliche Fragen des Patienten können geklärt werden. Einige Eingriffe werden an unserer Klinik ambulant durchgeführt. Allerdings sind dafür bestimmte Bedingungen Voraussetzung, die im Vorfeld mit den Patienten geklärt werden.

Öffnungszeiten Prämedikationsambulanz
Die Prämedikationsambulanz ist zu den folgenden Zeiten mit einem Narkosearzt und einer Arzthelferin besetzt:

Montag:              14:00 – 15:30 Uhr
Dienstag:            08:30 – 12:30 Uhr
Mittwoch:            09:00 – 11:30 Uhr
Donnerstag:        09:00 – 11:30 Uhr und 14:00 – 15:30 Uhr
Freitag:                11:00 – 12:30 Uhr und 14:00 – 15:30 Uhr

Telefonisch sind wir zu diesen Zeiten unter der Nummer 09861 707-7570 zu erreichen. Die Prämedikationsambulanz befindet sich angegliedert an die chirurgischen Ambulanzen im Untergeschoss des Krankenhauses. 

Dr. Mathias Kilian

Chefarzt

Telefon: 09861 707-0
E-Mail: mathias.kilian​ (at) ​anregiomed.de