Zweitmeinungszentrum

am Klinikum Ansbach

Patienten mit Darmkrebs, die sich unsicher sind, ob sie der  Empfehlung ihres erstbehandelnden Arztes folgen sollen, haben jetzt die Möglichkeit, sich eine zweite Meinung im ANregiomed Klinikum Ansbach einzuholen:

Das von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierte Darmkrebszentrum wurde im Mai 2019 von der DKG als Zweitmeinungszentrum anerkannt und zugelassen.  

Voraussetzung für das Zweitmeinungszentrum ist das Darmkrebszentrum. Viele Qualitätsanforderungen, die für eine Zertifizierung erfüllt sein müssen, leiten sich aus den Empfehlungen der aktuell geltenden onkologischen Leitlinien ab. Krebszentren werden von externen Prüfern auf die Einhaltung dieser Leitlinien hin überwacht. Die Zentren müssen nachweisen, dass sie über das nötige Wissen, die Erfahrung und die erforderliche personelle und technische Ausstattung für die Behandlung von Krebspatienten verfügen. Die Zweitmeinungsfälle müssen wie alle anderen in der interdisziplinären Tumorkonferenz, einem Kernstück jedes Krebszentrums, diskutiert werden. Oft ist die Frage nach der richtigen Behandlung nicht so einfach oder eindeutig zu beantworten. Deshalb werden die Spezialisten der unterschiedlichen Fachrichtungen einbezogen, darunter Chirurgen, Onkologen, Internisten, Radiologen, Strahlentherapeuten, aber auch der Pathologe, der das Tumorgewebe untersucht hat. Neben den Leitlinien muss immer die individuelle Patientensituation berücksichtigt werden.  
 
Für das Zweitmeinungsverfahren hat die DKG ein Pilotprojekt mit dem Unternehmen Health Care Management Online (HMO) AG gestartet. Betroffene können sich über das Internet im Zweitmeinungsportal (www.krebszweitmeinung.de)  telefonisch oder über ein Kontaktformular anmelden. Daraufhin kontaktiert die HMO das Darmkrebszentrum, das vor Ort in der Tumorkonferenz eine Empfehlung erstellt. Diese wird danach dem Patienten über die HMO mitgeteilt. Eine persönliche Vorstellung im Darmkrebszentrum ist erst nach Kontaktaufnahme mit dem Internetportal möglich. Mit der Empfehlung aus dem Klinikum Ansbach können sich die Patienten wiederum an ihren aktuell behandelnden Arzt wenden, um das weitere Vorgehen mit ihm zu besprechen.