Zweitmeinungszentrum

am Klinikum Ansbach

Patienten mit Krebserkrankungen, die unsicher sind, ob sie der Empfehlung ihres erstbehandelnden Arztes folgen sollen, haben die Möglichkeit, sich im ANregiomed Klinikum Ansbach eine zweite Meinung einzuholen:

Das von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierte Darmzentrum Westmittelfranken wurde bereits im Mai 2019 von der DKG als Zweitmeinungszentrum anerkannt und zugelassen. Seit 2020 gilt diese Zulassung für das gesamte Onkologische Zentrum Klinikum Ansbach und damit auch für das Brustzentrum Westmittelfranken, das Gynäkologische Krebszentrum Ansbach, das Prostatakrebszentrum (im Aufbau) sowie für die Schwerpunkte S1 (gastrointestinale Tumore) und S4 (Schilddrüsentumore).

Die einzelnen Krebszentren unter dem Dach des Onkologischen Zentrums sind Voraussetzung für das Zweitmeinungszentrum. Viele Qualitätsanforderungen, die für eine Zertifizierung erfüllt sein müssen, leiten sich aus den Empfehlungen der aktuell geltenden onkologischen Leitlinien ab. Krebszentren werden von externen Prüfern auf die Einhaltung dieser Leitlinien hin überwacht. Die Zentren müssen nachweisen, dass sie über das nötige Wissen, die Erfahrung und die erforderliche personelle und technische Ausstattung für die Behandlung von Krebspatienten verfügen. Die Zweitmeinungsfälle müssen wie alle anderen in der interdisziplinären Tumorkonferenz, einem Kernstück jedes Krebszentrums, diskutiert werden. Oft ist die Frage nach der richtigen Behandlung nicht so einfach oder eindeutig zu beantworten. Deshalb werden die Spezialisten der unterschiedlichen Fachrichtungen einbezogen, darunter Chirurgen, Onkologen, Internisten, Radiologen, Strahlentherapeuten, aber auch der Pathologe, der das Tumorgewebe untersucht hat. Neben den Leitlinien muss immer die individuelle Patientensituation berücksichtigt werden.  
 
Für das Zweitmeinungsverfahren hat die DKG ein Pilotprojekt mit dem Unternehmen Health Care Management Online (HMO) AG gestartet. Betroffene können sich über das Internet im Zweitmeinungsportal (www.krebszweitmeinung.de)  telefonisch oder über ein Kontaktformular anmelden. Daraufhin kontaktiert die HMO das Darmkrebszentrum, das vor Ort in der Tumorkonferenz eine Empfehlung erstellt. Diese wird danach dem Patienten über die HMO mitgeteilt. Eine persönliche Vorstellung im Onkologischen Zentrum ist erst nach Kontaktaufnahme mit dem Internetportal möglich. Mit der Empfehlung aus dem Klinikum Ansbach können sich die Patienten wiederum an ihren aktuell behandelnden Arzt wenden, um das weitere Vorgehen mit ihm zu besprechen.