Palliativmedizinischer Dienst am Klinikum Ansbach gestartet
Interdisziplinäres Team bietet klinikübergreifend eine symptomorientierte palliative Versorgung an
Seit dem 1. Oktober besteht am Klinikum Ansbach die Möglichkeit einer palliativmedizinischen Komplexbehandlung durch den neu gegründeten Palliativmedizinischen Dienst (PMD). Das Team aus Palliativmedizinern, Palliativ-Care-Fachkräften, Sozialdienst-Mitarbeitern, Physio-/Ergotherapeuten sowie Psychoonkologen bietet Patienten in palliativen Behandlungssituationen und ihren Angehörigen klinikübergreifend eine symptomorientierte palliative Versorgung an. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, individuell weitere Berufsgruppen – etwa aus den Bereichen Seelsorge oder Aromatherapie – einzubeziehen.
„Als multiprofessionelles Team ist der PMD auf komplexe Palliativbehandlung spezialisiert“, sagt Dr. Ralph Fricke, Chefarzt der Klinik für Palliativmedizin am Klinikum Ansbach. „Das Angebot gilt für alle Fachabteilungen und bezieht Notaufnahmen sowie Intensivstationen mit ein. Die Behandlung ist nicht auf onkologische Grunderkrankungen beschränkt, sondern bezieht auch nicht heilbare neurologische und internistische Erkrankungen explizit mit ein.“
Als Ansprechpartner bei palliativen Fragestellungen steht das Team Ärzten, Pflegenden, Angehörigen und weiteren Berufsgruppen zur Verfügung, unterstützt bei der Organisation der Weiterversorgung und gibt Empfehlungen zu medikamentösen und nicht-medikamentösen palliativen Behandlungsmaßnahmen. Die betroffenen Patienten werden täglich auf ihren Stationen besucht.
„Unsere Aufgabe ist es, Patienten und deren Angehörige zu betreuen, die mit einer schweren Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung konfrontiert sind“, ergänzt Dr. Viola Bezold, Oberärztin der Klinik für Palliativmedizin. Hierbei liegt das Augenmerk auf einem multiprofessionellen Ansatz, der nicht nur körperliche, sondern auch psychische, soziale oder spirituelle Aspekte einschließt. Leiden und Belastungen aller Dimensionen sollen so frühzeitig erkannt und behandelt werden. „Wir begleiten die Patienten zusammen mit ihren Angehörigen während des gesamten stationären Aufenthalts konsiliarisch, die Behandlung der Grunderkrankung findet aber weiterhin in der entsprechenden Fachabteilung statt.“