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Herausforderung für Pflegeschüler

An der Klinik Dinkelsbühl leitete der Pflegenachwuchs eine Woche die Station 4.

Dinkelsbühl

Es ist schon zu einer kleinen Tradition geworden: Schülerinnen und Schüler der ANregiomed Akademie leiten kurz vor ihrem Examen fünf Tage lang eine Station im regulären Klinikbetrieb. Natürlich unter Aufsicht, aber eben doch selbstverantwortlich. Mit all den Herausforderungen, die ein ganz normaler Arbeitstag in der Pflege mit sich bringen kann.

Am ANregiomed-Standort Dinkelsbühl hatte Gesundheits- und Krankenpflegerin Heike Meyer ein wachsames Auge auf den Pflegenachwuchs. Wobei sie sich als Leiterin der Station 4 sehr zurücknehmen konnte. „Ich kenne ja alle Pflege-Azubis schon aus den bisherigen Praxiszeiten in der Ausbildung. Und mein bisheriger Eindruck hat sich bestätigt: die Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler klappt hervorragend“, sagt Heike Meyer.

Es lief so reibungslos, dass Heike Meyer am späten Vormittag ein paar Herausforderungen einbauen konnte. Plötzlich mussten die Pflegeschüler Platz für zwei weitere Patienten finden, die aus der Notaufnahme auf die Station verlegt werden sollten. „Einer der beiden muss in einem Patientenzimmer isoliert werden. Aktuell gibt es aber kein freies Zimmer“, sagt Heike Meyer. „Und die Versorgung der anderen Patienten läuft unterdessen natürlich weiter.“

In wenigen Minuten legten die Schülerinnen und Schüler eine neue Patientenverteilung auf der Station fest und machten so ein extra Zimmer frei. Aufgelöst wurde das Übungsszenario erst, als zwei Schülerinnen schon auf dem Weg in die Notaufnahme waren. Doch umsonst war die Arbeit nicht, denn zu dieser Zeit kam tatsächlich ein echter und dazu noch isolationspflichtiger Patient auf die Station. „Wir mussten also tatsächlich umplanen, aber es hat alles gut funktioniert“, sagte Pflegeschülerin Ivonne Mendez.

„Die Schülerinnen und Schüler haben diese Stresssituation sehr gut im Team bewältigt. Aufgaben wurden schnell verteilt und gut abgearbeitet“, zog Stationsleitung Heike Meyer Bilanz. „Wir sind sehr zufrieden mit unserem Nachwuchs.“

Insgesamt 21 Schülerinnen und Schüler nahmen mit neun Praxisanleitern an dem Projekt teil. Praxisanleiterin Katrin Heiß stellte die Teams zusammen und erarbeitete den Dienstplan für die Schüler.