Endoprothetikzentrum

Klinikum Ansbach

Wegen des hohen Anspruchs an Patientensicherheit und medizinische Qualität wurde die Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Wiederherstellungschirurgie des Klinikums Ansbach zusammen mit der Praxisklinik Orthospine durch die EndoCert GmbH im Juli 2015 zum ersten Endoprothetikzentrum im Landkreis Ansbach zertifiziert.

Im Endoprothetikzentrum werden Hüft- und Knieprothesen operiert, bzw. Wechseloperationen durchgeführt. Durch die zertifizierten Abläufe bei der Zusammenarbeit aller beteiligten medizinischen Bereiche kann eine bestmögliche Behandlung und umfassende Betreuung gewährleistet werden.

 

Endoprothese (Definition)
Bei Endoprothesen (von griech.: endo "innen") handelt es sich um Implantate, welche dauerhaft im Körper verbleiben. Am bekanntesten sind die künstlichen Hüftgelenke. Qualitativ hochwertige Endoprothesen stehen heute für weitere Gelenke zur Verfügung (Kniegelenk, Schultergelenk, Sprunggelenk, Ellenbogengelenk und Fingergelenke), wobei die nicht traumatisch bedingten Gelenkveränderungen die häufigste Indikation zur Operation darstellen.

 

Verankerung
Grundsätzlich entsteht der dauerhafte Halt einer Prothese durch vom Körper neu gebildete Knochensubstanz, die die Prothese fest umschließt. Je nach Knochenqualität ist Knochenzement erforderlich. Knochenzement ist im Prinzip ein Zwei-Komponenten-Klebstoff, ein Gemisch aus Binder und Härter, wie er auch in vielen technischen Bereichen Einsatz findet. Chemisch handelt es sich um ein polymeres Methyl-Methacrylat (PMMA).

 

Systeme
Um die Standzeit einer Gelenkendoprothese zu erhöhen kommen immer weitere Formen und Verbesserungen der Werkstoffe auf den Markt. Zum Beispiel soll eine "kreuzvernetzte PE-Struktur" den Abrieb (durch die Artikulationsreibung entstehende Partikelfreisetzung des Polyethylens) stark vermindern. Am Klinikum Ansbach kommen nur sehr hochwertige Systeme von führenden Herstellern aus Deutschland, der Schweiz und den USA zum Einsatz.
Im Bereich der Knieendoprothetik werden, angepasst an die individuelle Situation des Patienten, Teil- und Vollprothesen implantiert. Sehr starke Fehlstellungen werden durch besonders stabilisierende Knieprothesen korrigiert.

 

Betreuung nach der Operation
In den ersten Tagen nach der Operation werden Wundschmerzen mit Medikamenten aufgefangen. Die krankengymnastische Bewegungstherapie des operierten Beines beginnt. Sowohl zementierte Prothesen als auch moderne zementfreie Prothesen dürfen bereits am ersten Tag nach der Operation belastet werden.

In den ersten Wochen werden Unterarmgehstützen benutzt, um die Gangsicherheit zu verbessern und das operierte Gelenk nicht zu überlasten. Die stationäre Behandlung dauert nach einem komplikationslosen Eingriff ca. acht Tage. Schon bei der OP-Vorbereitung wird eine Anschlussheilbehandlung eingeleitet. In Rehabilitationskliniken kann die Mobilität weiter verbessert und die das Hüft- oder Kniegelenk stabilisierende Muskulatur gezielt trainiert werden.


Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Wiederherstellungschirurgie
Klinikum Ansbach

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Sekretariat
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Freitag 8:00 bis 12:00 Uhr

Praxisklinik Orthospine

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