Traumazentrum

Das Klinikum Ansbach ist als Regionales Traumazentrum Ansbach im Traumanetzwerk der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifiziert.

Pro Jahr werden 35.000 schwerverletzte Patienten in deutsche Kliniken eingeliefert. Ob sie überleben oder nicht, entscheidet sich häufig in den ersten Minuten. Viele Schwer- und Schwerstverletzte erreichen in einem sehr kritischen Zustand den Schockraum der Kliniken, nicht nur wegen der Unfallschwere, sondern auch weil Rettung und Transport des Patienten wertvolle Zeit bis zur Einlieferung in die Klinik verstreichen lassen. Dabei ist besonders die erste Stunde des polytraumatisierten Patienten maßgeblich für dessen weiteres Schicksal („golden hour“).

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) hat aufgrund langjähriger Erfahrung und wissenschaftlicher Erkenntnisse ein Konzept zur Einrichtung von an die örtlichen Gegebenheiten angepassten Netzwerken von Kliniken zur Schwerverletztenversorgung entwickelt. Ziel der Bildung von Traumanetzwerken ist der Erhalt und die Verbesserung der flächendeckenden Versorgungsqualität von Schwerverletzten jederzeit und an jedem Ort durch verbesserte Kommunikation, abgestimmte Versorgungsstandards und qualitätsgestützte Kooperation. Die daran teilnehmenden Einrichtungen übernehmen entsprechend ihrer Ausstattung und Struktur unterschiedliche Aufgaben in diesem Netzwerk als überregionale, regionale oder lokale Traumazentren. Die lokalen Traumazentren sind für die Basisversorgung zuständig, die regionalen für Schwerverletzte und die überregionalen für Problemfälle. Mit dieser Klassifizierung soll in Notfällen schneller entschieden werden können, wohin Unfallopfer gebracht werden.

Das Klinikum Ansbach ist seit Juni 2010 Regionales Traumazentrum und hat am 11.11.2011 das Zertifikat im Verbund des Traumanetzwerks Nordbayern-Würzburg erhalten. Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) bescheinigt damit dem Klinikum Ansbach, das es alle Anforderungen zur Behandlung von Schwerverletzten erfüllt.

Als besonders positiv wurden dabei hervorgehoben:

  • die großzügigen Räumlichkeiten,
  • die gut durchdachte Einrichtung des Schockraumes,
  • die Systematik und die sehr engagierten Mitarbeiter sowie
  • die gute Vorbereitung auf das Audit.

Das Klinikum Ansbach kann sich nun im Traumanetzwerk mit den Schwerpunktversorgern in Süddeutschland vergleichen, die ebenfalls in ihrem Umfeld als regionales Traumazentrum zertifiziert sind. Dazu gehören z. B. Klinikum Fürth, Julius-Spital Würzburg, Klinikum Schwäbisch-Hall, Klinikum Aalen, Klinik Leopoldina in Schweinfurt, Klinikum Neumarkt und Klinikum Amberg (Stand Anfang August 2010). Als überregionale Traumazentren mit höherer Versorgungsstufe sind in direkter Umgebung nur das Klinikum Nürnberg, die Universitätsklinik Erlangen und die Universitätsklinik Würzburg eingestuft.
Im Juni 2016 wurde das Regionale Traumazentrum für weitere drei Jahre rezertifiziert.

Jährlich werden in der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Wiederherstellungschirurgie  des Klinikums Ansbach ca. 8.000 Patienten ambulant und stationär versorgt.